Saskia Schwedler


Vielleicht kennt ihr mich schon. Zumindest meine Stimme könnte euch bekannt vorkommen. Seit vielen Jahren arbeite ich als Radiomoderatorin bei Radio Wuppertal, Sprechen ist also schon lange mein Beruf. Irgendwann hat mir das Moderieren aber nicht mehr gereicht. Es ist großartig, in einem Radiostudio zu stehen, aber was da fehlt, ist der direkte Kontakt zu meinen Zuhörern. Ich schicke meine Stimme nach draußen, ohne zu wissen, was tatsächlich bei den Menschen ankommt und hängenbleibt.

 

Traureden sind das genaue Gegenteil. Es macht mir so viel Freude, zu sehen, was ich hier mit meinen Worten bei den Menschen auslösen kann. Mein Ziel ist es, immer genau die Worte zu finden, die dem Paar mitten ins Herz gehen. Jede Liebe ist einzigartig und hinter jedem Paar steht eine ganz einmalige Geschichte. Ich fand es immer schade, wenn ich als Gast bei einer Hochzeit bemerkt habe, wie Standesbeamte oder andere Redner ihre Reden aus unpersönlichen Universalbausteinen zusammengesetzt haben, die mit dem Paar letztendlich eher wenig zu tun haben. Ich verspreche euch: Das wird es bei mir nicht geben!

 

Mein Umgang mit den Brautpaaren ist ein sehr lockerer. Mir ist es wichtig, dass wir uns in den Vorgesprächen gut verstehen und ihr das Gefühl habt, ganz unverkrampft und offen mit mir sprechen zu können. Immerhin geht es um euren Tag und das, was für euch am Wichtigsten ist: eure Liebe zueinander. Ich möchte euch gern helfen, den Tag für euch zum perfekten Tag zu machen!

 

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MEine inspiration



Das ist mein Opa.

 

Und zwar an dem Tag, als er meine Oma geheiratet hat. Meine Großeltern waren das glücklichste Ehepaar, das ich kenne. In all den Jahren, in denen sie verheiratet waren, haben sie nicht ein böses Wort zueinander gesagt. Und seit mein Opa gestorben ist, hat meine Oma immer dieses Foto von ihm auf dem Tisch stehen, wenn sie isst, näht oder Briefe schreibt.

 

Ich liebe dieses Bild von meinem Opa. Ich sehe darauf, wie liebevoll und humorvoll er sein ganzes Leben lang war. Und ich sehe darauf, wie glücklich er in diesem Moment ist. Er steht im Smoking vor dem Misthaufen des Elternhauses meiner Oma und freut sich auf das gemeinsame Leben mit seiner zukünftigen Ehefrau.

 

Nicht einen Tag seines Lebens hat er diese Entscheidung bereut. Meine Großeltern waren ihr ganzes Eheleben glücklich miteinander. Deswegen inspiriert mich dieses Bild so.

 

Weil die Ehe meiner Großeltern zauberschön war.

 

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